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Pesko und Lipscomb siegen in der Halfpipe
Schweizer Manuela Laura Pesko und Iouri Podladtchikov holen Halfpipe Weltcup-Titel
Den Freestylern gehörte der letzte Auftritt im NOKIA Snowboard FIS Weltcup. Nachdem sie im vergangenen Herbst die Saison 2007/2008 mit einem Halfpipe-Wettbewerb in Neuseeland eröffnet hatten, beendeten die Halfpipe-Spezialisten in Valmalenco den Weltcup-Winter mit ihrem achten Wettkampf.
Gold eroberten heute Manuela Laura Pesko (SUI) und Crispin Lipscomb (CAN). Die Schweizerin (41 Punkte) verwies im Finale der Frauen Queralt Castellet (ESP) mit nur 0.7 Punkten Vorsprung auf den zweiten Platz und sicherte sich zudem den dritten Halfpipe Weltcup-Titel in Folge. Dritte wurde Zhifeng Sun aus China (36.9). Bei den Herren musste sich der neue Titelträger Iouri Podladtchikov (SUI, 44.4) nur mit 0.9 Punkten dem Kanadier Crispin Lipscomb (45.3) geschlagen geben, der nach Furano 2006 erneut ein Saisonfinale für sich entscheiden konnte. Als Dritter feierte James Hamilton (41.8) das erste Männer-Podium im Halfpipe Weltcup für Neuseeland.
Nach Karine Ruby (FRA) und Daniela Meuli (SUI) ist Manuela Laura Pesko die dritte Snowboarderin, der das Kunststück gelungen ist, einen Weltcup-Titel zwei Mal in Folge zu verteidigen. Allerdings ging es in diesem Jahr äußerst knapp zu. Denn vor dem abschließenden Wettkampf bei den FIS World Cup Grand Finals hatte die 29-Jährige im Kampf um die Kristallkugel nur 250 Punkte Vorsprung auf Jiayu Liu (CHN). Doch durch den zweiten Sieg in Folge, ihrem insgesamt dritten Saisonerfolg, war der Boarderin aus Lenzerheide der insgesamt vierte Weltcup-Titel nicht mehr zu nehmen. „Ich freue mich ungemein über den Titel. Trotz des Vorsprungs musste ich alles geben. Ich habe versucht, mich nur auf mich zu konzentrieren und nicht auf die anderen zu schauen. Das hat gut geklappt, denn ich bin gut gefahren. Die Saison mit einem Sieg zu beenden ist unglaublich“, so die Weltmeisterin von 2007.
Doch nicht nur die Kristallkugel im Halfpipe Weltcup der Damen ging in die Schweiz. In seinem ersten Weltcup-Jahr für die Eidgenossen, sicherte sich Iouri Podladtchikov ebenfalls die Trophäe des Saisonbesten. „Ich bin gespannt, wie die Kugel ausschaut“, meinte der 19-Jährige direkt nach dem Finale. „Ich freue mich über meinen ersten richtigen Titel. Das war keine schlechte Saison für mich.“ Dass er am Ende den Weltcup-Winter wie beim Auftakt mit einem zweiten Platz beenden musste und nicht den zweiten Sieg feiern konnte, wurmte ihn dann aber schon: „Ich habe im zweiten Run noch einmal angegriffen, aber gleich beim ersten Hit gepatzt. Ich habe den ‚Frontside 10’ nicht ganz sauber gestanden, habe Spuren gekreuzt und bin weggerutscht.“
Der Sieg ging dagegen an Crispin Lipscomb. Der 28-Jährige sicherte sich den zweiten Sieg seiner Karriere bereits im ersten Durchgang. Vor allem der Style seines Runs mit einem ‚Backside Air’ zum Anfang, einem ‚Frontside 9’, gefolgt von einem ‚Backside 5’, einem ‚Frontside 7’ und einem ‚Cab 7’ zum Abschluss hatte die Judges überzeugt: „Mir ist ein wirklich extrem sauberer Run gelungen. Ich glaube, die Punktrichter haben das gemocht.“ Zu seinem zweiten Erfolg bei einem Saisonfinale meinte der Kanadier: „Es war genau wie vor zwei Jahren – das selbe Wetter, die selben Temperaturen. Ich bin einfach nur glücklich. Das war es, was ich nach einer harten Saison haben wollte. Die Pause nach Calgary hat sich gelohnt. Ich bin stärker zurück gekommen.“
Zusätzlicher O-Ton:
Queralt Castellet, Spanien, Zweite: „Der Wettkampf ist wirklich gut für mich gelaufen. Ich habe alles gegeben. Aber ich glaube, beim nächsten Mal werde ich noch besser sein. Denn nachdem ich einen super ersten Lauf gehabt habe, habe ich einen ‚Frontside 9’ probiert. Den musste ich einfach versuchen. Ich bin sehr glücklich über mein Ergebnis.“
Das Halfpipe Weltcup-Podium:
Damen Herren
1. Manuela Laura Pesko (SUI) 1. Iouri Podladtchikov (SUI)
2. Jiayu Liu (CHN) 2. Gregory Bretz (USA)
3. Queralt Castellet (ESP) 3. Jeff Batchelor (CAN)
Das Halfpipe-Podium von Valmalenco:
Damen Herren
1. Manuela Laura Pesko (SUI) 1. Crispin Lipscomb (CAN)
2. Queralt Castellet (ESP) 2. Iouri Podladtchikov (SUI)
3. Zhifeng Sun (CHN) 3. James Hamilton (NZE)