Lorenz Holder

Kim-Rune Hansen feiert ersten Weltcup-Sieg

Stefan Gimpl zum König der Big Air-Asse gekrönt Mit einem Doppelsieg für Norwegen ist der letzte Big Air des NOKIA Snowboard FIS Weltcups 2007/2008 zu Ende gegangen. Im großen Finale der beiden bis dato noch nie auf dem Podium platzierten Norweger konnte sich in Valmalenco Kim-Rune Hansen mit 26.5 Punkten gegen seinen Teamkollegen Gjermund Braaten (13.9) durchsetzen. Im Duell um Platz drei behielt der bereits schon vor diesem Wettkampf als Big Air Weltcup-Sieger 2008 feststehende Österreicher Stefan Gimpl mit 27.6 Punkten die Oberhand über Matevz Petek (17.5).

Der Slowene sicherte sich dank des vierten Platzes den dritten Rank im Gesamtklassement hinter Janne Korpi (FIN), der heute nicht teilgenommen hatte.

Zum ersten Mal auf dem Podium zu stehen, ist eine Sache. Das Kunststück bei den FIS World Cup Grand Finals mit einem Sieg fertig zu bringen und auch noch zu gewinnen eine andere. Doch damit nicht genug. Denn Kim-Rune Hansen, dessen bislang bestes Ergebnis ein siebter Platz beim Big Air in Rotterdam (2007) gewesen war, überzeugte mit astrein gesprungenen Tricks. „Der Tag war fantastisch. Jeder ist ausgesprochen gut gefahren. Ich freue mich wahnsinnig“, meinte der 19-Jährige nach seinem Triumph.
Zudem heimste er ein Kompliment von prominenter Stelle ein. Stefan Gimpl, der im Halbfinale den Kürzeren gegen den Boarder aus Hamar gezogen hatte, meinte: „Kim (Hansen)  hat gegen mich einen super Trick hin gestellt. Gegen den ‚Switch Backside 9’ habe ich versucht mit einem ‚Cab 10’ zu kontern, habe aber die Landung nicht sauber hinbekommen. Kim ist eine super Snowboarder, der heute mehr als verdient gewonnen hat.“
Dieses Lob war durchaus berechtigt, denn Hansen stellte im Finale gleich zwei Mal einen „Switch Backside 12“ in den Schnee und sicherte sich mit den spektakulärsten Sprüngen des Tages den Sieg. „Ich habe den Trick schon ein paar Mal im Training versucht. Ich habe gewusst, dass ich den Sprung bringen muss, wenn ich hier weit kommen will“, so die einfache Analyse des Norwegers.

Sein 17-jähriger Landsmann Braaten, der im Finale zwei Mal bei seinen „Backside 10’s“ stürzte, war ebenfalls mehr als zufrieden über das bislang beste Ergebnis seiner Karriere, vor allem über den „Backside 12“, durch den der Qualifikationsbeste im Halbfinale Matevz Petek hatte ausschalten können. „Ich bin super zufrieden, denn ich habe den ‚Backside 12’ zum ersten Mal in einem Wettkampf gestanden. Ich wusste, dass ich den bringen muss, um hier vorne zu landen.“

Ganz vorne im Weltcup-Klassement landete dagegen wie schon 2006 Stefan Gimpl: „Ich kann beruhigt nach Hause gehen. Mir taugt es, dass ich heuer ein paar saubere „1080’s“ landen und unter Druck bestehen konnte. Der Weltcup-Sieg ist eine schöne Draufgabe.“
Die besten drei Big Air-Rider der Saison 2007/2008 im NOKIA Snowboard FIS Weltcup:
1. Stefan Gimpl (AUT)
2. Janne Korpi (FIN)
3. Matevz Petek (SLO)

Das Big Air-Podium von Valmalenco:

1. Kim-Rune Hansen (NOR)
2. Gjermund Braaten (NOR)
3. Stefan Gimpl (AUT)
4. Matevz Petek (SLO)

Die Österreicher konnten sich wie folgt platzieren:

3. Stefan Gimpl (Saalfelden)
13. Michael Macho (Pfunds)
16. Florian Mausser (Liezen)
26. Hubert Fill (Wildschönau)
29. Stefan Falkeis (Kauns)






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