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Wakeboarding: Denise de Haan
Denise de Haan ist Cable Wakeboard Weltmeisterin 2008. Ihre Lieblingsredewendung passt gut zur Geschichte, wie es dazu kam.
„Heiß ist es heute. Nicht normal“, sagt Denise de Haan, die 21-jährige Cable Wakeboarderin aus Almere (Niederlande). Denise sagt gerne „nicht normal“. Dass sie bei der WM ihren letzten Heat um 12 Uhr hatte und dann bis 21 Uhr aufs Endergebnis warten musste: „Nicht normal.“ Das „Luxus-fette Frühstücksbuffet“, zu dem sie die Regierung der Philippinen nach ihrem Triumph einlud: „So lecker, das war nicht normal“.
Zäher Knochen mit Engelsgesicht
Über Dinge, die wirklich ganz und gar nicht normal sind, spricht sie hingegen mit viel bescheideneren Worten: die Willenskraft etwa, die Stunden einsamen Trainings, den ungeheuren Glauben an sich selbst, der sie am 6. Juli zur Cable Wakeboard Weltmeisterin 2008 gemacht hat.
Vom Karriere-Aus zum Karriere-Highlight
Vor ein paar Monaten hatten ihr Ärzte nämlich noch zu zurückhaltenderen Zielen geraten: „Seien Sie froh, wenn Sie überhaupt wieder schmerzfrei gehen können“, hieß es damals. Nach einem komplizierten Kreuzbandriss hatte niemand mehr an ihr Comeback geglaubt. Doch Denise („To be a winner, you must plan to win, prepare to win and expect to win“) wollte nicht ihr restliches Leben mit ihrem zweiten Hobby Playstation-Spielen verbringen. Und arbeitete doppelt hart an ihrem Weg zurück in die Weltspitze.
Zweifel bis zur letzten Minute
Bei der WM ließ man sie bis zur letzten Minute zittern: „Mir war klar, dass ich gut gefahren bin, aber bei den Juroren weiß man ja nie“, so Denise. „Am Podest musste ich mich zusammennehmen, um nicht loszuheulen und menschenwürdiges Englisch von mir geben zu können.“ Wie die anschließende Siegerparty mit ihren Freunden verlaufen ist, kann man sich denken: „So crazy, das war nicht normal.“