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Review - Red Bull Wakeberg

Eisberg voraus! Wenn einem beim Wakeboarden plötzlich ein Eisberg im Weg steht, hat man entweder Alpträume nach einem „Titanic“-DVD-Abend – oder einen Startplatz bei Red Bull Wakeberg.

Parks Bonifay hat in seinem Leben schon ein oder zwei Verrücktheiten hinter sich. Auf Wasserskiern stand er zum ersten Mal mit sechs Monaten und 29 Tagen. (Das brachte ihm einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde.) Die X Games gewann er mit 14. Er erfand die Half Cab Double Backroll, die Heelside Double Back Roll und den Temper Tantrum. Und er könnte, sagt er, noch viel erfolgreicher sein, wenn er nicht bei jedem Contest „die Hälfte meines Equipments vergessen würde und dann immer eine Weste, ein Seil oder sonst was von irgendjemand ausleihen“ müsste.

Premiere von Red Bull Wakeberg

Die schrägste Aktion in Parks’ Wakeboard-Karriere musste trotzdem bis zu seinem 27. Lebensjahr warten: Am 8. und 9. Juli nahm er mit seinen Kumpels Josh Sanders und Adam Errington an einer zweitägigen Wakeboard-Session vor der Küste von Neufundland (Kanada) teil. Die Besonderheit: Bei Red Bull Wakeberg tricksten die Fahrer nicht auf künstlichen Kickern, sondern auf – Eisbergen.

Naturtalente treffen Naturwunder

„Totally insane and totally awesome“: So beschrieben die Fahrer ihre Erfahrung, die rutschigen Monsterberge zum Spielplatz für Front Flips und Air Rolls umzufunktionieren. Am ersten Tag stießen Fahrer und Crew etwa zwei Stunden nördlich von St. John’s auf einen kompakten und ideal geformten Eisberg, auf dem sie sich nach und nach an die Grenzen von Speed, Mumm und Haftung tasten konnten. Am zweiten Tag wagten sie sich in der Nähe von Trinity East an ein eisiges Ungetüm mit einer Länge von 45 Metern, das rund 18 Meter hoch aus dem Wasser ragte – und noch spektakulärere Tricks (und Bilder) ermöglichte.

Schlechtwetter und herabbrechende Teile als größte Risikofaktoren
 
Für einen wachen Geist sorgte beim Wakeboarden in ungewohnter Umgebung nicht nur das Wissen, jederzeit unter abbrechenden Teilen der schmelzenden Riesen begraben werden zu können. Auch jeder unfreiwillige Ausflug ins Meer wirkte bei maximal 4 Grad Wassertemperatur durchaus erfrischend. Beides schien die Fahrer nicht sonderlich zu beeindrucken: Sie wollen in den kommenden Monaten unbedingt noch ein weiteres Mal auf den gleißend-weißen Abenteuerspielplatz.






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