HIGH DIVE AUS DEM HELI
Ebenso spektakulär wie außergewöhnlich nahm Orlando Duque nur wenige Tage vor dem Red Bull Cliff Diving am Wolfgangsee die Bedingungen vor Ort genau unter die Lupe: Der vielfache Weltmeister im Klippenspringen stürzte sich beim Lokalaugenschein an der Falkensteinwand aus einem Helikopter. Keine alltägliche Angelegenheit, selbst für den erfahrenen Kolumbianer. Perfekte Wetterbedingungen machten den Sprung von diesem Startpunkt erst möglich.
Die Rotorblätter erzeugen künstlichen Wind, die genaue Höhe ist nur schwer abschätzbar und die Plattform bewegt sich – drei zusätzliche Herausforderungen, die der neunfache Weltmeister Orlando Duque bei seinen Absprüngen vom BO 105 Helikopter in den tiefblauen Wolfgangsee zu meistern hatte. Konzentration ist ohnehin das Um und Auf beim High Diving. „Beim Sprung aus dem Heli gibt es keinen exakten Höhenmesser, den genauen Abstand vom Wasser spürt man erst während des Sprungs. Mit jedem zusätzlichen Meter potenzieren sich allerdings die einwirkenden Kräfte und Fehler werden umso härter bestraft“, berichtet der 33-Jährige. Dass ein Athlet aus einem fliegenden Objekt springt, ist demnach äußerst selten.
Direkt vor der atemberaubenden Kulisse der steil abfallenden Falkensteinwand stürzte sich der Kolumbianer mit scheinbarer Leichtigkeit und gekonnt ins glasklare Wasser. Kaum aufgetaucht, genügten ein breites Grinsen im Gesicht und ein zum Himmel gestreckter Arm als Beweis für einen gelungenen Sprung. „Dieser Platz ist prädestiniert für unseren Sport, vor diesem Panorama ins Wasser einzutauchen ist jedes Mal aufs Neue ein erhebendes Gefühl, der Sprung aus dem Kunstflughelikopter setzt dem noch die Krone auf“, schwärmt Duque von der Eventlocation im Salzkammergut.
Für Orlando Duque ist die Inspektion positiv abgehakt, bis zum Einladungsbewerb heißt es nun die Absprungplattform an der Falkensteinwand auf 27,5m Höhe fertig zu stellen und für die Aktiven rutschfest zu machen. Wenn sich zwölf der weltbesten Klippenspringer aus acht Nationen von dort in die Tiefe stürzen, werden Nervenkitzel und Gänsehaut im Publikum allgegenwärtig sein. Innerhalb von 2,5 Sekunden beschleunigen die Athleten von Null auf 90 km/h; die Kräfte, die dabei auf die Athleten wirken, sind neun Mal stärker als bei einem Sprung vom Zehn-Meter-Turm. Dieses Spektakel aus Körperbeherrschung, Konzentration und Ästhetik ist einzigartig in Österreich und kann beim Red Bull Cliff Diving am 19. Juli live miterlebt werden.
Der Wettkampf beginnt um 17.00 Uhr. Zuschauen kann man vom speziell markierten Publikumsbereich am Fuß der Falkensteinwand. Einzige Voraussetzung ist ein schwimmender Untersatz. Schnellentschlossene können unter www.redbull.at/cliffdiving noch einen der allerletzten Plätze auf dem Zuschauerboot ergattern. Die Tickets sind kostenlos, stattdessen steht eine Wings for Life-Spendenbox beim Check-In bereit.