Österreichs Doppelolympiasieger Roman Hagara und Hans Peter Steinacher müssen das kommende Trainingslager vor Sizilien (26. Oktober bis 02. November) verletzungsbedingt absagen. Ein Rippenbruch setzt Vorschoter Hans Peter Steinacher mindestens zwei Wochen außer Gefecht.
"Wir segelten am späten Montagnachmittag eine Wettfahrt des Business Cups, der momentan vor Trogir abgehalten wird. Eine hohe Welle erwischte mich bei Starkwind und ein unglücklicher Sturz war die Folge. Mir war sofort klar, dass jetzt etwas passiert ist", erklärt Steinacher, der ins Krankenhaus von Trogir (Kroatien) eingeliefert wurde.
Der anwesende Wiener Mediziner Prof. Dr. Gobert Skrbensky (Medizinische Universität Wien) bestätigte nach einer Röntgenuntersuchung einen Rippenbruch (11. Rippe/links).
„Über den gesamten Brustkorb zieht sich ein riesiges Hämatom. An Schlaf war bisher nicht zu denken. Das einzige positive ist, dass ansonsten nichts passierte und die Lunge nichts abbekommen hat", gibt Steinacher Auskunft.
Momentan ist Hans Peter Steinacher nicht transportfähig. Aus diesem Grund findet der Rückflug nach Österreich am 25. Oktober statt. Steinacher, der gemeinsam mit Steuermann Hagara mitten in der Vorbereitung auf das Olympische Jahr 2008 steckt, möchte bereits in der kommenden Woche mit der Therapie beginnen. „Die Schmerzen sind momentan extrem stark, aber davon werde ich mich nicht runterkriegen lassen. Ich hoffe, dass das zweite Sizilien-Trainingslager ab dem 13. November mit mir stattfinden wird."
Kampfansage für 2008
Roman Hagara und Hans Peter Steinacher bereiten sich mit Hochdruck auf die kommenden Herausforderungen vor. Nach einem zweiwöchigen Trainingslager vor Sizilien, arbeiten die Tornado-Doppelolympiasieger momentan in Trogir (Kroatien) vor allem an der Kraft, im Ausdauerbereich, der Koordination, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Der Besuch der „Nacht des Sports“ wird auf das Olympische Jahr 2008 verschoben. „Im Hinblick auf die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2008 hat die Tornado-Weltmeisterschaft Ende Februar 2007 in Neuseeland höchste Priorität. Wir gönnen uns jetzt keine Verschnaufpause mehr“, erklärt Vorschoter Hans Peter Steinacher, der mit Roman Hagara in Kroatien aktuell bei rund 5 Grad Außentemperatur täglich mindestens vier Stunden am Wasser trainiert.
Bereits am 26. November fliegen Hagara und Steinacher zum zweiten Mal nach Italien, um vor Sizilien die Bedingungen der WM in Neuseeland und auch der Olympischen Spiele 2008 zu simulieren. „Wir haben ein hervorragendes Revier gefunden. Wir bekommen es in Italien einerseits mit Leichtwind, andererseits mit Starkwind zu tun. Dies sind für uns die perfekten Voraussetzungen, um das Material zu testen. Zusätzlich simulieren wir Wettfahrten, arbeiten an der Taktik und verfeinern die einzelnen Arbeitsschritte am Boot“, wirkt Steuermann Hagara motiviert. Grund genug, dass Österreichs erfolgreichste Sommersportler auf den Besuch der „Nacht des Sports“ am kommenden Mittwoch verzichten.
„Mit dem überlegenen Sieg bei den Pre-Olympics haben wir die Konkurrenz geschockt und sehr viel Motivation getankt. Dieses Ergebnis gibt uns die Richtung vor. Jetzt wird alles dem Erfolg untergeordnet. Deshalb freuen wir uns umso mehr auf die Sportlergala 2008“, geben Hagara und Steinacher, die 2000 und 2004 über die Wahl zur „Mannschaft des Jahres“ jubelten, eine Kampfansage für 2008 ab.