Eine Woche lang verbrachte Ryan Sheckler in Salzburg, der Homebase von Red Bull. Zwischen Snowboard-Spaß, Hüttenabenden und einem Rundflug mit den Flying Bulls sprach er über die neue Skateboard-Saison, seinen Freund Travis Pastrana und wieso er sein Traumauto herschenkt.
Das „Life of Ryan“, so der Name deiner MTV-Dokusoap, fand eine Woche lang in Salzburg statt. Was gefiel dir denn hier am besten?
Einfach alles. Wir hatten superviel Spaß und haben auch tolles Material für die Show gesammelt. Einmal waren wir auf einem Berggipfel in, wie hieß das noch, My-are-hoven. Und im Hangar-7 bin ich mit einem Aerobatic Helicopter und einer B-25 von den Flying Bulls mitgeflogen. Das war grenzgenial.
In „Life of Ryan“ erlebst du nicht nur Action, du gibst auch sehr viel über dein Privatleben preis. Wie fühlt es sich denn an, wenn wildfremde Menschen über dein Liebesleben oder die Scheidung deiner Eltern diskutieren?
Es ist zwar irgendwie verrückt, aber ich habe kein Problem damit. Es war meine Entscheidung, diese Sendung zu machen, und zu der stehe ich auch.
Über welchen Prominenten verfolgst du denn selbst gerne Klatschgeschichten?
Über die Spears-Familie. Jamie Lynn schwanger, Britney ein Wrack. Das ist einfach irre.
Du liest also nicht nur den „Rolling Stone“ und Skatermagazine, wie oft behauptet wird?
Nein, ich lese alles was mir unter die Finger kommt. Aber klar, am liebsten Skatermags.
Auch, um dich über neue Trends am laufenden zu halten?
Nein, aber um Bescheid zu wissen, welche Tricks die anderen grade am Start haben.
An welchen Tricks arbeitest du denn selbst gerade?
Das nächste große Ding sind für mich Backflips. Da steckt noch unheimlich viel Potential drin.
Lässt du dich dabei vom Freestyle Motocross inspirieren – einem deiner Hobbys?
Klar, ich stehe total auf diese Sportart. Vor allem dank Travis Pastrana, der ein echt guter Freund geworden ist.
Wie beurteilst du denn seine Entscheidung, vom FMX zum Rallyesport zu wechseln?
Das Klügste, was er je gemacht hat. Er hat alles erreicht und erkannt, dass das Risiko für ihn zu hoch geworden ist. Dafür bewundere ich ihn.
Du hast dafür den ersten Schritt ins Filmbusiness gemacht. Erzähl uns doch bitte über „Street Dreams“, dein Skater-Movie, das demnächst in die Kinos kommt.
Es geht um einen jungen Nachwuchs-Skater, der vom großen Durchbruch träumt – aber bis dahin eine Menge Schwierigkeiten zu überwinden hat.
Eine Art „8 Mile“ im Skatermilieu?
Ja, so ähnlich. Wie bei Eminem hat der Film viele fiktive Komponenten, ist an anderen Stellen aber auch wieder verdammt nahe an der Realität dran.
Stört es dich, dass viele in dir wegen Projekten wie diesem nur eine Art Popstar sehen – und nicht den Weltklasse-Athleten, der seinen Ruhm harter Arbeit verdankt?
Ich habe nicht das Gefühl, dass das so ist. Die Leute, die mich mögen, vergessen nicht, wo ich herkomme.
Du hast ADS – das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Wie passt das zu der enormen Selbstdisziplin und dem fokussierten Training, für das du bekannt bist?
Ich weiß auch nicht. Sobald ich am Skateboard stehe, habe ich Spaß und kann stundenlang dieselben Tricks üben. Nur wenn ich stillsitzen und zuhören muss, werde ich zappelig und kann mich nicht konzentrieren.
Was sind deine sportlichen Saisonziele – wieder die X Games und die AST Dew Tour?
Das – und der Umzug in mein neues Haus …
… in dessen Garage dein heißgeliebter schwarzer Range Rover mit den roten Felgen fehlen wird, in den du nicht nur viel Kohle, sondern auch viel Herzblut gesteckt hast. Wie kommt’s?
Ich lasse ihn für CCRF, die Kinderkrebshilfe, versteigern. Wer am meisten spendet, bekommt ihn. Das ist meine Art, danke für das Glück zu sagen, das ich habe – auch deshalb, weil unter meinen Fans viele Kids sind, die an schweren Krankheiten leiden. Klar stehe ich auf das Auto. Aber in Wirklichkeit ist es nur ein Haufen Blech, nichts, das wirklich zählt.