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Skaten und strippen
Alles, was Spaß macht, ist entweder gefährlich, unmoralisch oder verboten, heißt es. Red Bull Access All Areas verbindet alle drei Ingredienzen auf besonders ausgeglichene Weise – zuletzt im Stripclub und im Gefängnis.
Es gibt Orte, wo Skaten nicht gern gesehen ist. Es gibt Orte, wo Skaten nicht erlaubt ist und es gibt Orte, wo Skaten so verboten ist, dass niemand auch nur auf die Idee käme, dort mit seinem Board aufzukreuzen.
Punkt drei ist die bevorzugte Location von Red Bull Access All Areas, einer internationalen Skateboard-Eventserie, die in der Vergangenheit unter anderem einen Stripclub, ein Gefängnis und ein Museum zum Teilzeit-Skate-Par umfunktionierte.
Freestyle statt Freigang
Von der Überwindung kniffliger Obstacles träumen normalerweise auch die Bewohner der Justizanstalt Leoben. Unter Erregung möglichst geringen Aufsehens Mauern und Zäune zu überspringen, war allerdings nicht das Ziel von Red Bull Access All Areas. Die Event-Teilnehmer nützten das österreichische Gefängnis für eine Skatesession und zeigten unter dem Jubel der ansässigen Wohngemeinschaft ihre besten Tricks. Unter den Fahrern war auch Europameister Philipp Schuster, der sich über die einzigartige Erfahrung freute: „Einmal ungestraft auf den Zaun eines Gefängnisses klettern, das ist echt geil“, so Philipp. Spaß machte den Ridern aber nicht nur der ungewohnte Schauplatz, sondern auch dessen skaterfreundliche Architektur. Geschwungene Formen mit vielen kleinen Mäuerchen machten das Gelände zum idealen Parcours – sofern man nicht zu klaustrophobischen Zuständen neigt.
Lipslide statt Lapdance
Moralisch weniger gefestigten Mitbürgern ist im Alltag auch die andere Location vorbehalten, an der kürzlich ein Red Bull Access All Areas-Event stattfand. Der Unterschied: In dieser bleiben die Anwesenden durchaus freiwillig. Dass sich im „Saxo “, einem der führenden Stripclubs von Caracas, hervorragende Bedingungen zum Skaten finden, war bislang aber noch keinem von ihnen aufgefallen – was möglicherweise mit der permanenten Ablenkung auf der Bühne zu tun hatte. Den neun lokalen Ridern hingegen sehr wohl: Sie tricksten auf der Tanzfläche, grindeten über die Bar und sprangen von der Bühne. Latin X Games-Zweiter Milton Martínez fühlte sich jedenfalls für seine 16 Jahre besorgniserregend wohl: „Wir hatten viel Spaß, und auch die Leute vom Club behandelten uns sehr freundlich.“
Vorschläge für andere originellen Red Bull Access All Areas-Locations werden übrigens auch weiterhin gerne angenommen: Entsprechende Ideen können jederzeit auf www.redbullaccessallareas hinterlassen werden.