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X-Fighters: Der König ist in Rente, es lebe der König

In die Fußstapfen von Travis Pastrana zu treten, ist kein leichter Job. Dass Mat Rebeaud ihn mit derart gewissenhafter Lässigkeit erfüllt, überrascht die FMX-Welt. Doch es ist nicht die einzige Erkenntnis, die uns Red Bull X-Fighters in den ersten zwei Dritteln der Saison 2008 brachte.
„Mat ist ehrgeizig, er hat das Talent und er hat die nötige Erfahrung zum Gewinnen“, kommentierte Travis Pastrana zu Saisonbeginn die Chancen seines Kronprinzen Mat Rebeaud. Wie gemütlich es sich der Schweizer im Thron des weltbesten FMX-Sportlers machen würde, hätte der Rallye-Weltmeister in spe aber wohl nicht erwartet.

Erkenntnis Nr. 1: Rebeaud ist bester aktiver FMX-Rider


Rebeaud, der am 29. Juli seinen 26. Geburtstag feiert, gewann in Madrid den dritten von bisher vier Red Bull X-Fighters 2008. Von der Spitze der Gesamtwertung ist er nur noch mithilfe großzügig angewandter mathematischer Fantasie zu verdrängen: Jeremy Stenberg (der in Madrid fehlte) oder Robbie Maddison (der durch eine Knieverletzung gehandicapt war) müssten sowohl in Wuppertal als auch in Warschau gewinnen, Rebeaud müsste in beiden Events punktelos bleiben.

Erkenntnis Nr. 2: Neue Talente im Rampenlicht


Außer Rebeaud drängten nach Pastranas Rücktritt 2008 auch noch andere Fahrer nach vorne: Jeremy Stenberg etablierte sich nach seiner langen Verletzungspause als Rebeauds härtester Gegner. „Twitch“, der 2005 bei Red Bull X-Fighters zwei zweite Plätze und einen „Best Trick“-Contest gewann, holte sich in Rio seinen ersten Red Bull X-Fighters-Sieg und wurde in Texas Zweiter. In Madrid erregten zwei Skandinavier die Aufmerksamkeit der FMX-Welt: Der Norweger Andre Villa wurde Zweiter, der schwedische Debütant Fredrick Johansson begeisterte beim „Best Trick“-Contest mit dem völlig neuen, von ihm selbst erfundenen Trick „540 for the Quarterpipe“.

Erkenntnis Nr. 3: Dany Torres braucht noch ein Entwicklungsjahr


Hinter den Erwartungen blieb der Spanier Dany Torres, dem Experten eine überragende Saison vorausgesagt hatten: Sein größter Erfolg in diesem Jahr waren ein zweiter Platz in Mexico City und der Sieg bei der Best Trick Competition in Madrid, erreicht durch einen Cliffhanger Backflip to No-Hand Landing und einen perfekten Whip. In der Gesamtwertung liegt der 21-jährige Spanier derzeit auf Platz fünf.

Erkenntnis Nr. 4: Red Bull X-Fighters sind nicht nur in Stierkampfarenen ein Erlebnis


2008 sah man nicht nur in den Arenen neue Gesichter – auch Red Bull X-Fighters selbst erhielt ein neues Gesicht. Erstmals findet die stimmungsvollste FMX-Competition der Welt in sechs verschiedenen Locations statt. Zur Begeisterung zehntausender Zuschauer ging das Konzept des Events auch in Rio und Fort Worth voll auf: Die Begegnung von FMX-Welt und lokaler Kultur, ursprünglich nur in spanischen und mexikanischen Stierkampfarenen zelebriert, sorgte auch in den neuen Austragungsorten für unvergleichliche Stimmung. Weil der Traditionsevent in Madrid vorverlegt wurde, erwartet die Fahrer heuer noch zweimal komplettes Neuland: Am 16. August gastieren Red Bull X-Fighters in Wuppertal (Deutschland), am 6. September in Warschau (Polen).
 





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