KNIGHTMARE – Albtraum auf Polnisch
Der 24-jährige Taddy Blazusiak aus Krakau, Polen, enttrohnte den zweifachen Gewinner David Knight (GBR) beim Red Bull Last Man Standing 2007. Der KTM Fahrer, der heuer bereits beim Red Bull Hare Scramble am Erzberg überraschend den Sieg holte, entschied sowohl die Tages-, als auch die Nachtetappe für sich.
Mit dem zehnfachen US Trial Champion Geoff Aaron beendete nur ein einziger weiterer Fahrer beide 40 Meilen Runden. Österreich war auch im Finale vertreten.
Von den 100 Fahrern, die sich für den Finaltag am 08. Dezember qualifiziert hatten, schafften es nur Knight, Aaron und Blazusiak in die Nachtrunde. Keiner der verbliebenen 97 Starter beendete die erste Runde, die bei Tageslicht ausgetragen wurde, innerhalb der Toleranzzeit von einer Stunde nach dem der Pole die ersten 40 Meilen absolviert hatte. 2.500 Besucher machten den Red Bull Last Man Standing zur meistbesuchten Sportveranstaltung in der Geschichte der texanischen Stadt Bulcher.
Für die beiden Österreicher, die ehemaligen Snowboardprofis Martin Freinademetz und Dieter Happ, war somit ebenfalls nach der ersten Runde Schluss. Die Qualifikation - zwei Runden mit je zehn Kilometern Einzelzeitfahren - auf dem 66. (Freinademetz) und 73. (Happ) Rang hinter sich gebracht, hofften die Tiroler auf weniger Tempobolzerei und mehr Technik im finalen Rennen.
„Die ganzen US-Motocross Heros hatten ihren perfekten Tag mit dieser Tempo-Bolzerei. Ein paar künstliche Hindernisse, der Rest: Vollgas mit Anlieger-Kurven. So wirklich meines war das heute nicht. Ich war froh, diese Quali ohne schweren Abflug geschafft zu haben“, so Dieter Happ
Martin Freinademetz, guter 66. und ebenso verlust- wie schmerzfrei im Finale: „Das war eine reine Pflichtübung, mehr nicht. Gut um das Bike auszutesten und die anderen Rider auszuchecken. Hier wird auf sehr hohem Niveau angegast. Dafür geht’s morgen auf die große Runde, die Schnellsten werden dafür laut Rennleitung ca. 5 Stunden brauchen. Dann gibt’s eine Stunde Pause zum Montieren der Zusatzbeleuchtung, und dann geht’s den ganzen Weg in umgekehrter Reihenfolge und bei Nacht retour. Also 10 Stunden für den Sieger. Was sind da schon 20km Quali?“
Ein schlechter Startplatz im Rennen verhinderte ein zügiges Vorankommen und nach circa zwei Drittel – für die beiden knapp drei Stunden und 40 Minuten – wurden Freinademetz und Happ aus der Wertung genommen: „Nach zweieinhalb Stunden Hügel rauf und runter – schwierig, aber machbar – wurde es wirklich heftig. Dieter und ich blieben den Rest des Rennens zusammen, schließlich waren die Schlaglöcher bereits bis zu einem Meter tief. Zu viert haben wir uns gegenseitig die Motorräder auf die nächste Anhöhe raufgetragen und natürlich viel Zeit liegen gelassen. Nach zwei Drittel der Strecke waren wir wohl die ersten, die gestoppt wurden“, fasst Freinademetz, der am Montag (10.12.) seinen 38. Geburtstag feiert, zusammen, „wir haben uns wacker durchgekämpft, mit einem besseren Startplatz wäre wesentlich mehr drinnen gewesen, aber der Spaß am Fahren und das Dabeisein machten das Ausscheiden wett!“ Mit einem 24. (Happ) und einem 26. (Freinademetz) Platz darf man sich sehr wohl als „still standing“ bezeichnen.