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Air Race: CHAMBLISS GEWINNT VOR HEIMISCHEM PUBLIKUM

Kirby Chambliss aus den USA hat den Briten Paul Bonhomme in einem spektakulären Rennen der Red Bull Air Race World Series in Detroit geschlagen. Mehr als 750.000 Amerikaner und Kanadier waren an das Ufer des Detroit River gekommen, um ihre Helden fliegen zu sehen. Nur 0,15 Sekunden trennten schlussendlich im dritten von insgesamt zehn Rennen der Red Bull Air Race World Series 2008 den Sieger Kirby Chambliss (1:12,08) vom Zweitplatzierten Paul Bonhomme (1:12,23).
Bonhomme musste sich, nachdem er die ersten beiden Rennen in Abu Dhabi und San Diego gewonnen hatte, zum ersten Mal in dieser Saison geschlagen geben. Der Brite führt zwar immer noch die Gesamtliste mit 26 Punkten an, Chambliss hat aber gezeigt, dass es möglich ist Bonhomme zu besiegen. Hannes Arch aus Österreich zeigte auch beim 3. Red Bull Air Race Stopp eine grandiose Form und holte den 3. Platz.

TV Tipp: am 22. Juni strahlt RTL das Rennen aus Detroit um 12.15 Uhr aus- direkt vor dem Warm-Up der Formel 1.


“Ich bin wie verrückt drauf losgegangen und geflogen so schnell ich konnte“, sagte Chambliss nach einem der spektakulärsten und schwierigsten Rennen in der vierjährigen Geschichte der Red Bull Air Race World Series. Chambliss, der Champion von 2006, hatte zuvor bereits zugesehen wie Bonhomme den Österreicher Hannes Arch in einem fantastischen Semi-Finale mit einer unglaublichen Zeit von 1:10,01 geschlagen hatte und nicht mehr an einen Sieg geglaubt. “Es waren nur Bruchteile einer Sekunde, die uns am Ende getrennt haben”, sagte Chambliss. “Er (Bonhomme) war gerade eine Zeit von 1:10 geflogen. Da war ich mir sicher, dass er schneller sein würde. Ich hielt es für unmöglich ihn zu schlagen. Als es doch geklappt hat, war ich natürlich überglücklich.”

Mit einem sauberen Run und einer Zeit von 1:12,73 platzierte sich der Österreicher Hannes Arch im Third Place Fly-Off, dem Rennen um den dritten Platz, vor dem Amerikaner Mike Mangold (1:15,44). Arch, der letzte Saison als Rookie in die Red Bull Air Race World Series eingestiegen war, ist die Überraschung des Jahres. Er hatte bereits beim Rennen in Abu Dhabi mit einem zweiten Platz gezeigt, dass mit ihm dieses Jahr zu rechnen ist. In San Diego ließ er dann erneut mit einem vierten Platz aufhorchen, und jetzt steht er als Dritter in Detroit wieder auf dem Podium. Seine Klasse hatte Arch mit einer unglaublichen Zeit von 1:11,71 im Semi-Finale bewiesen. Er selbst war zufrieden damit, dass er die zweitschnellste Zeit des Tages auf diesem Kurs eingeflogen hatte. Denn die Strecke in Detroit ist bekannt dafür, die schwierigste Strecke, die je geflogen wurde, zu sein. Grund dafür sind unter anderem die böigen Winde über dem Detroit River, die die Manöver der Red Bull Air Race Piloten nicht einfacher machen.  

Das Rennwochenende in Detroit war von starken Winden, die die Absage des Qualifyings am Samstag zur Folge hatten, erschwert worden. Mit den spektakulärsten und spannendsten Rennen, die es bisher gegeben hat, haben die 12 Piloten der Red Bull Air Race World Series, die Enttäuschung über das abgesagte Qualifying für die Zuschauer aber mehr als gut gemacht. Fast in jedem Run wurde die vorhergehende Zeit noch unterboten.

Nach zwei Rennen in den USA zeiht die World Series Tour nun weiter nach Europa. Am 5. und 6. Juli wird im schwedischen Stockholm das nächste Red Bull Air Race stattfinden.

In der Red Bull Air Race World Series müssen die weltbesten Piloten einen Kurs durch 20 Meter hohe luftgefüllte Pylonen in geringer Flughöhe bewältigen. Bei den Rennen durch die so genannten „Air Gates“ erreichen die Piloten Geschwindigkeiten von bis zu 370 km/h und müssen einer Belastung von bis zu 10 G standhalten.





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