In „America’s finest city“ zeigte „Britain’s finest pilot“ erneut seine Klasse: Vor 63.000 Zuschauern besiegte Paul Bonhomme in San Diego die Lokalmatadoren Mike Mangold und Kirby Chambliss. Damit vergrößerte er nicht nur seine Punktesammlung auf 18 Zähler – Mangold liegt bei 15, Hannes Arch bei 14 und Kirby Chambliss bei zwölf –, sondern auch das Unbehagen seiner Konkurrenz. Die sieht angesichts von Bonhommes diesjähriger Überlegenheit bereits ihre Felle davonschwimmen. Die überlegenen Rundenzeiten des Briten erklärt sie sich mit mysteriösen technischen Innovationen, die dieser im Winter an seinem Wunderflugzeug vornehmen ließ.
Mangold unter Zugzwang
„Angesichts der Umstände bin ich mit meinem zweiten Platz sehr zufrieden“, formulierte Mike Mangold entsprechend kryptisch. Und stapelte, selbst immerhin Titelverteidiger, ein bisschen tief: „Mehr war für unser kleines Team mit seinem kleinen Budget einfach nicht drin.“ Bis Detroit, dem dritten Rennen des Jahres, das am 31. Mai und 1. Juni stattfindet, „können wir wohl nur ein paar kleinere Änderungen vornehmen. Die werden unser Flugzeug aber nicht entscheidend schneller machen“, sagt Mangold. Und meint damit: Paul Bonhomme ist auch für das dritte Rennen in diesem Jahr der Topfavorit.
Gewinnen ist kein Spaziergang
Paul Bonhomme, dem seine wimpernschlagknappe Niederlage 2007 erheblich die Laune verdarb, genießt die Nervosität von Mangold und Co. sichtlich. Hinter seiner Überlegenheit stecke, so sagt er, „nichts als harte Arbeit“. Besonders der Sieg in San Diego war für ihn „kein Spaziergang. Mike, Hannes und Kirby haben mir ganz schön zugesetzt. Dass ich gewinnen konnte, verdanke ich meinem Team und vielen Stunden harten Trainings.“
Starker Starter
Der Vergleich mit dem Vorjahr könnte Mike Mangold dennoch optimistisch stimmen: Auch 2007 hatte Paul Bonhomme drei Rennen lang die Gesamtführung innegehabt. In Istanbul, dem damals vierten Rennen des Jahres, hatte Mangold aber ausgleichen können – und das packende Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich von da an bis zum Ende der Saison fortsetzte, schlussendlich für sich entschieden.