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Kate Allen
Auch wenn die kommenden Tage für weitere Belastungstests genutzt werden und die Ärzte wie angekündigt bis zu letzt mit der „Freigabe“ warten, ist die Euphorie bei der Olympiasiegerin groß. „Ich hatte im Rahmen der bisherigen Laufeinheiten keinerlei Schmerzen im rechten Oberschenkel, aus heutiger Sicht steht einem Start nichts im Wege.“
Über die veränderten Vorzeichen hat sich die 37-Jährigen noch nicht allzu viele Gedanken gemacht. „Im Moment zählt nur das Dabei sein, ein Start wäre nach der kurzen Regeneration wirklich ein großer persönlicher Erfolg.“ Fakt ist jedenfalls, dass sich Allen im Fall der Fälle nicht allzu viel erwarten darf. Die Laufform von Kopenhagen, wo die Innsbruckerin sowohl im Einzel, als auch mit der Mannschaft EM-Silber holte, ist, bedingt durch die Pause, weg. „Selbst wenn das Rennen im Wasser und auf dem Rad optimal verläuft, käme es einem Wunder gleich, wenn ich mit den schnellsten Läuferinnen mithalten kann.“ Was doppelt bitter ist, da die flache Streckenführung schnellen Läuferinnen auf den Leib geschneidert ist.
Zudem kommt der Umstand, dass im Schwarzsee ohne Neopren und im Süßwasser geschwommen wird. „Für mich die schlechtesten Rahmenbedingungen, auf der anderen Seite sollte das intensive Training mit Schwimmcoach John Beckworth weiterhin Früchte tragen.“ Auch die Radstrecke hat ihre Tücken, doch auch in dieser Disziplin scheint die Form zu stimmen. „Ich bin zwar in den letzten zwei Wochen nicht gelaufen, habe aber deshalb in den anderen Disziplinen nicht nachlassen. Im Gegenteil.“
Alles Gedanken, die nach der Verletzung und der drohenden Zuschauerrolle nebensächlich sind. „Kitzbühel ist für mich etwas Spezielles, hier habe ich mit dem Sport begonnen, hier habe ich viele Freunde gewonnen. Die Kulisse ist einzigartig, wenn das Wetter mitspielt, wird es mit Sicherheit das schönste Saisonrennen.“
Dass Allen bei einem Start nicht als „Touristin“ auftritt, ist aber auch klar. Immerhin zählt das neunte Weltcup-Rennen der Saison zur Olympiaqualifikation für Peking. „Sollte ich starten und im Augenblick spricht alles dafür, darf man sich nicht allzu viel erwarten. Das soll aber nicht heißen, dass ich nicht um jede Sekunde kämpfen werde.“
Foto: (c) Red Bull
