Team Bulls

Gesamtsieg für Karl Platt und Stefan Sahm in greifbarer Nähe

  1. Nach dem gestrigen Ausflug nach Engen im Hegau wurde heute wieder der Hochschwarzwald angefahren. Sehr welliges Terrain prägte die Strecke, immer wieder waren kurze steile Stiche zu bewältigen, zudem waren etliche Passagen von der Nässe aufgeweicht. "Man ist oft von einer Seite auf die andere gerutscht, nix zu machen. Heute musste man echt Fahren können." bringt es Stefan Sahm auf den Punkt

Auf den ersten 5 km des Tages wurde eine neutralisierte Startphase um die Altstadt von Engen gefahren, ehe der scharfe Start erfolgt. Unmittelbar nach der Rennfreigabe wurde angegriffen. Besonders die jungen Teams zeigten sich sehr aktiv, die Top-Teams der Gesamtwertung hielten sich zurück. Immer wieder sprinteten Fahrer nach vorne, auf den ersten Kilometern war kein Rhythmus zu finden. Als die Straßenroutiniers Ordovski und Kraus vom Team Gerolsteiner losfuhren, schien der Moment gekommen zu sein. "Sven und Volker haben wieder genau den richtigen Moment abgepasst, haben schnell eine Lücke bekommen und die Jungs von Rothaus-Cube 2 konnten mitgehen. Das war schon stark." kommentiert Karl das Geschehen.

Das Team Bulls sah erstmal keine Notwendigkeit viel Kraft zu verbrauchen um die Lücke zu schließen, verbrachte die Zeit in der Verfolgergruppe. "Wir sind definitiv nicht das Team das agieren muss. Wir haben das Leadertrikot und liegen komfortabel in Front." erklärt der Mössinger Sahm. "Langsam gefahren sind wir hinten sicher nicht, Rennen ist Rennen. Aber wir waren schon drauf bedacht noch Reserven zu haben, wir wollen die Transschwarzwald nicht völlig kaputt beenden. Schließlich starten wir am Tag danach noch beim 120 km langen Sigma-Sport Marathon in Neustadt. Da wollen wir noch was drauf haben und vorne um den Sieg mitfahren" begründet Platt die Taktik.

Die sechsköpfige Spitzengruppe konnte sich im weiteren Rennverlauf mehrere Minuten von den Verfolgern absetzten. Je näher sie dem Ziel kamen, umso mehr stiegen die Chancen auf einen Etappensieg. Ca. 30 km vor Grafenhausen wurde das Team Gerolsteiner durch einen Platten ausgebremst, kurz darauf konnten sich Euteneur / Gutmann etwas vom dritten verbliebenen Team der Spitzengruppe absetzen. Unter Aufbringung der letzten Reserven fuhren sie ihrem ersten Etappensieg, unweit des Hauptsponsors Rothaus, entgegen. Die beiden Bulls-Piloten Karl Platt und Stefan Sahm beendeten das Rennen auf Rang sieben in der Verfolgergruppe.

"Jeder sollte mal eine Chance haben sich zu präsentieren. Und ein Sieg gibt dem Nachwuchs neue Motivation. Das ist ebenfalls wichtig."  gibt Karl Platt  zu bedenken. "Außerdem steht morgen noch die Schlussetappe nach Murg-Niederhof an. Wir haben uns jetzt drei Tage zurückgehalten - aber die Schlussetappen haben wir bisher immer gewonnen..." fügt Stefan Sahm hinzu.

Lediglich 83 km und 2.090 hm trennen Karl Platt und Stefan Sahm nun noch von ihrem ersten Gesamtsieg der Transschwarzwald. Wenn alles glatt läuft knallen morgen in Murg-Niederhof erneut die Sektkorken beim Team Bulls. Daumen drücken!






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