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UCI MTB Marathon Weltmeisterschaft

Südtirol Dolomiti Superbike Gespräch mit MTB-Marathon-Italienmeisterin Alexandra Hober „Beende nach Weltmeisterschaft in Niederdorf meine Karriere“
Alexandra Hober, zweifache Italienmeisterin im MTB-Marathon, hat 1997 beim Dolomiti Superbike in Niederdorf mit dem Leistungssport begonnen. Einmal hat sie den klassischen Marathon gewonnen, zweimal wurde sie Zweite. Mit der Weltmeisterschaft will sie ihre langjährige Karriere beenden. Die 33-jährige Köchin aus Meran wird zwar nach der WM noch einige Rennen bestreiten, aber es wird ihre letzte Saison sein. Hober hat sich rasch von ihrer schweren Verletzung erholt.

Frage: Alexandra, wie laufen die Vorbereitungen im Hinblick auf die Marathon-WM?

Alexandra Hober: Ich kann auf zwei tolle Trainingsmonate zurückblicken. Ich hatte nie Knieschmerzen oder irgendwelche andere Probleme, die mich am Training hinderten. Ich bin nun sehr zuversichtlich, dass ich Anfang Juli in einer recht guten Form an den Start gehen werde.

F: Das war ja bis vor kurzem nicht ganz klar?

AH: Ja, Ich bin am 31. Dezember 2007 beim Skiberggehen (Skitour) in Langtaufers/Südtirol beim Abfahren gestürzt. Dabei habe mir dabei das Kreuzband im rechten Knie gerissen. Am 11.Januar wurde ich von Dr.Erich Larcher im Regionalkrankenhaus Bozen operiert. Mein Orthopäde hat eine ausgezeichnete Arbeit geleistet und ich möchte mich beim Ihm dafür herzlich bedanken.

F: Und dann die schwierige Rehabilitation…

AH: Nach dem Unfall musste ich sechs Wochen nur Reha und Bewegungstraining machen. Nach ungefähr zwei Monaten hat mir mein Physiotherapeut die Erlaubnis gegeben,  das Knie langsam wieder voll zu belasten. Ich wusste, dass die Zeit knapp ist. Also habe ich mich umso intensiver mit meinem Training auseinandergesetzt. Zusätzlich zum Radtraining habe ich eineinhalb Monate lang das Physiotherapiezentrum CAM besucht. Da haben wir gezielt wieder die Muskulatur aufgebaut, die es für das Biken braucht. Natürlich gehörte auch intensives Krafttraining dazu.

F: Hattest du nie Zweifel?

AH: Eigentlich habe ich mir kaum Hoffnungen gemacht, in kurzer Zeit wieder an alte Leistungen anknüpfen  zu können, aber irgendwie habe ich gespürt, dass das eine neue Chance war. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung wert: soviel,  wie ich in dieser Zeit gelernt habe, wäre mir sonst verwehrt geblieben.

F: Wie konntest du so schnell wieder auf die Beine kommen?

AH: Mein Geheimtipp:  Ich wurde außerordentlich gut von meiner Familie umsorgt. Und ich bin dem Problem Kreuzband immer sehr positiv gegenüber gestanden. Ich hatte das Glück sehr viele nette Menschen kennen zu lernen. Diese sind mir in jeder noch erdenklichen Situation zur Seite gestanden und tun es noch immer. Das hat mir sehr viel Kraft gegeben und den Glauben gestärkt, dass sich alles zum Besten entwickeln werde und dass nichts „umsonst" geschehen ist...

Frage: Was erwartest du dir von der Weltmeisterschaft in Südtirol?

AH: Ich möchte Spaß haben. Die Verletzung und die harte Reha-Zeit haben mich weit zurückgeworfen, weshalb ich hoffe, dass es zunächst rundum - unabhängig vom Ergebnis -   ein tolles Erlebnis wird. Was die Platzierung angeht, so wäre ein Platz unter den ersten Zehn ein tolles Abschlussergebnis. Je weniger Druck auf mir lastet, desto besser wird es gehen.  Was die neuen Weltmeister angeht, so ist es schwierig eine Prognose abzugeben, weil es derzeit viele gute Fahrer gibt.


Frage: Was ist das Besondere am DSB?

AH: Niederdorf ist meine zweite Heimat. Ich habe dort meinen Beruf gelernt und viele Freunde gewonnen, zu denen ich einen besonderen Bezug habe. Wo man sich wohlfühlt, da ist man auch ein bisschen daheim. Zudem findet das Rennen in einem wunderschönen Gebiet statt. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die WM,

Frage: Wie würdest du die vergangene Saison beschreiben?

Alexandra Hober: 2006 sind die Ergebnisse ausgeblieben und ich habe mich an Nieren und Rücken  verletzt, was sehr frustrierend war.  In der vergangenen Saison habe ich mich sehr gut erholt und äußerst zufriedenstellende Ergebnisse erzielt, wie beispielsweise den Sieg bei der Rennrad-Transalp oder der dritte Platz bei den Staatsmeisterschaften im Marathon im September. 2007 war für mich eines der schönsten Profi-Jahre. Es ist mir nämlich gelungen Trainingseinteilung und Wettkämpfe so gut wie noch nie aufeinander abzustimmen und das hat sich auf die Ergebnisse ausgewirkt.


Biografie

•    Name: Alexandra Hober
•    Geburtsdatum: 22.Juli 1974
•    Wohnort: Meran/Südtirol
•    Beruf: Köchin
•    Beginn Leistungssport: 1997
•    Beginn mit Cross Country: 2000-2001
•    Jetziges Team: Profi Bike Team Brixen
•    Frühere Teams: KTM International, Carraro Arcobaleno

Wichtigste Erfolge

-    2000: Siegerin Dolomiti Superbike
-    2003: Italienmeisterin Marathon
-    2004: Italienmeisterin Marathon
-    2004: Mitglied ital.Olympiamannschaft mit Paola Pezzo und Eva Lechner
-    2005: 2.Platz Marathon-WC, Bad Goisern (Österreich) – Siegerin Anna Enocsson
-    2006: 4.Platz Marathon-WC Kanada
-    2007: 3.Platz Marathon-Italienmeisterschaft Siegerin Jeantex-Tour-Transalp mit dem
o    Rennrad (im Team mit Petra Dibiasi); Siegerin Marcialonga (Straßenrennen);Siegerin  Folgaria Megabike;  Damenrekord auf das Stilfserjoch (25km bergauf in 1h25min; 2.Platz Ötzi-Alpin-Marathon (Triathlon bestehend aus MTB, Laufen und Skiberggehen); 2.Platz Extrem Bike Limone

Dolomiti Superbike

1997: 6.
1998: 6.
1999: 2.
2000: 1.
2001: 5.
2002: 2.
2003/04/05: nicht teilgenommen
2006: aufgegeben (Krämpfe)
2007: 9.





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