Am 13. Juli ist es soweit – der österreichische Ex-Radprofi Hannes Hempel bestreitet zum zweiten Mal den Ironman Kärnten und peilt eine Topplatzierung an. 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und 42,2 km Laufen - das sind die Distanzen, die beim Kärnten Ironman Austria zurückgelegt werden. Rund 2.200 Starter werden sich am 13. Juli um 7 Uhr am Morgen in die Fluten des Wörthersees stürzen – darunter auch der Kärntner Hannes Hempel, der sich für heuer ein großes Ziel gesetzt hat. Sein Traum: Er will eine Top-Platzierung erreichen und am Podest stehen – und zwar ganz oben.
Wenn die Rechnung tatsächlich aufgeht, wäre Hempel der erste Österreicher – und Kärntner – der den Ironman gewinnt.
Der Fokus liegt auf 100% Ironman
„Seit November habe ich mich voll und ganz auf diesen Tag der Tage vorbereitet. Das Training ist ausgesprochen gut verlaufen, ich war nie krank und hatte Gott sei Dank auch keine Verletzungen“, denkt Hempel an die vergangenen Monate zurück. „Wesentliche Begleiter waren mein Coach Günter Mirnig und natürlich meine Familie, die hinter mir stehen und mich unterstützen – und das ist sehr viel wert.“
„Natürlich spielen viele weitere Faktoren mit, die an diesem Wettkampftag einfach perfekt zusammen passen müssen, wie z.B. das Material, das Wetter, die Tagesverfassung … - denn man hat ja nicht auf alles Einfluss“ meint Hempel. „Ich habe aber erkannt, dass ich, was mich persönlich betrifft, das Potenzial habe und mental stark bin, um ganz vorne mit dabei zu sein. Dass es ein eisenharter Kampf wird, ist klar und auch das hochkarätige Teilnehmerfeld macht den Wettkampf spannend.“
Konsequenz, Durchhaltevermögen und eisenhartes Training
Der Weg zur Topform ist hart – eisenhart. Zwischen 30 und 40 Stunden hat der gebürtige Klagenfurter pro Woche trainiert. Unzählige Kilometer wurden beim Schwimmen, Radfahren und Laufen zurückgelegt. „Beim Schwimmen habe ich mich sehr weiterentwickelt“, schmunzelt der Vater seines 6-jährigen Sohnes Killian. „Noch im Jahr 2006 glich mein Schwimmstil dem eines Treibholzes, heuer will ich meine Schwimmzeit von 55:53 Minuten auf alle Fälle unterbieten. Und ich hab auch aus den Fehlern vom letzten Jahr gelernt“. Auf die Frage, was passiert, wenn es nicht klappt, mein Hempel gelassen: „Da wird die Welt auch nicht untergehen“.
Ein Quereinsteiger mischt auf
Der ehemalige Radrenn-Profi Hannes Hempel aus Kärnten hat mit seinem sportlichen Comeback im Jahr 2007 die Triathlon-Szene gewaltig aufgemischt. Seine erste Teilnahme beim Ironman in Kärnten im Juli 2007 beendete er auf dem sensationellen 8. Platz – als drittbester Österreicher, bester Kärntner und erster Quereinsteiger, der es auf Anhieb unter die ersten 10 geschafft hat.
Während viele Triathleten laufend an Bewerben teilnehmen, beschränkt sich Hempel auf einige wenige Triathlons. Im letzten Jahr und auch im heurigen Jahr absolvierte er jeweils eine olympische Distanz (1,5 km Schwimmen / 40 km Rad fahren / 10 km Laufen): 2007 war es der Klagenfurt Triathlon (Platz 2), heuer war es der Stubenberg Triathlon, den der 34-jährige überlegen gewonnen hat.