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7 Walls 7 Continents - Die glorreichen Sieben
Ungesichert die monumentalste Wand auf jedem Erdteil zu erklettern: Das war das Ziel von Iker und Eneko Pou. Als Abschluss ihres „7 Walls 7 Continents“-Projekts stand der „Sky Peak“ am Plan – idyllisch in der Todeszone der Antarktis gelegen.
Dass man sich am 25. Dezember nach dem Festtagsmenü in winterlicher Landschaft die Beine vertritt, ist an sich nichts Ungewöhnliches. Die Gebrüder Pou wählten dafür allerdings eine eher unwirtliche Kulisse: die von ihnen selbst so getaufte „Last Paradise“-Wand am „Sky Peak“. Die antarktische Herausforderung, die über 400 Meter Fels und 200 Meter blankes Eis führte, war Höhepunkt und Abschluss ihres Projekts „7 Walls 7 Continents“.
7a und -10 Grad
„Die Besteigung war härter, als wir erwartet hatten“, erzählen die Spanier, „und zwar nicht nur wegen der enormen Kälte. Vom Schwierigkeitsgrad her war die Wand zumindest eine 7a.“ 25 Stunden lang waren Iker (28) und Eneko (32) zwischen Basislager und Gipfel unterwegs, die Kletterei selbst dauerte 13 Stunden: „Als wir ins Camp zurückkamen, fehlte uns sogar die Kraft zum Lächeln.“
Fünf Jahre für einen Traum
Im Rahmen von „7 Walls 7 Continents“ hatten die beiden Freeclimber sieben Wände bestiegen, die jeden Kontinent in möglichst typischer Weise repräsentieren – und zugleich so etwas wie bergsteigerische Highlight jedes einzelnen Erdteils sind. „Für sich genommen wäre jede Wand eine extreme Herausforderung für jeden Kletterer gewesen“, sagt Eneku, „sie alle zu bewältigen, ist eine Leistung, die noch keiner vor uns geschafft hat.“
Freeclimber aus Prinzip
Zustande gekommen sind die sieben Gipfelsiege – und darauf legen die Pous besonderen Wert – ohne technische Hilfsmittel. Selbst beim Eisklettern in der Antarktis verzichteten sie auf fixe Sicherungsseile. Angereist sind sie von Argentinien aus zuerst mit einem Segelboot und dann auf Langlaufskiern. „Wir sind unglaublich glücklich, es geschafft zu haben“, so Iker, „jetzt sind wir bereit für die nächste Herausforderung.“
Bestiegene Wände:
Kontinent: Nordamerika
Ort: El Capitan / Yosemite National Park / USA
Route: “El Niño”
Schwierigkeitsgrad: 8a+/b
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Kontinent: Europa
Ort: Naranjo de Bulnes / Picos de Europa / Spanien
Route: “Zunbeltz”
Schwierigkeitsgrad: 8b
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Kontinent: Afrika
Ort: Tsaranoro / Madagaskar
Route: “Brave les Filles”
Schwierigkeitsgrad: 8b+
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Kontinent: Ozeanien
Ort: Totem Pole / Tasmanien
Route: “Totem Pole”
Schwierigkeitsgrad: 7b
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Kontinent: Asien
Ort: Unnamed Tower / Trango Towers /Pakistan
Route: “Slovenian Route” + “Pou Brothers Variant”
Schwierigkeitsgrad: 7b
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Kontinent: Südamerika
Ort: Fitz Roy / Patagonia / Argentinien
Route: “French – Argentinian route”
Schwierigkeitsgrad: 7b
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Kontinent: Antarktis
Ort: Three Pigs
Route: “Last Paradise”
Schwierigkeitsgrad: 7a (nicht offiziell bestätigt)