Härter als ihre Muskeln ist nur ihr Wille: Die Helden des Athletic-Departments verblüfften uns 2007 erneut mit übermenschlichen Leistungen - und der kategorischen Weigerung, das Wort „aufgeben“ in ihren Sprachschatz aufzunehmen.
Nicht einmal drei Stunden war das Rennen erst alt, da war schon klar, wer 2007 beim Hike-and-Fly-Contest Red Bull X-Alps die schnellsten Beine hat. „Raging Romanian“ Toma Coconea stürmte am 23. Juli als Schnellster auf den ersten Kontrollpunkt, den Dachstein (Österreich). Zwei Wochen später sollte er mit fast doppelt so vielen zu Fuß zurückgelegten Kilometern ins Ziel kommen wie Sieger Alex Hofer: Er ging und lief 1020 seiner 1350 Gesamtkilometer, der siegreiche Vielflieger Alex Hofer nur 588.
Schnell zu Fuß war am 1. Juli auch Kate Allen bei den Triathlon European Championships in Kopenhagen. Als Schlussläuferin der österreichischen Staffel holte sie den zweiten Platz im Teambewerb - nicht einmal 24 Stunden nach ihrer Solo-Silbermedaille im Einzelbewerb. Ihre dortige Zeit über die olympische Distanz: 2:03:22.
Keinen Meisterschaftstitel, aber einen Weltrekord verdankt Natascha Badmann dem Eagleman Ironman 70.3 in Cambridge, Maryland (USA), der am 10. Juni stattfand. Die Ironman-Distanz (2 Kilometer/1,2 Meilen Schwimmen, 90 Kilometer/56 Meilen Rad fahren und 21 Kilometer/13,1 Meilen laufen) legte sie in 4:08:18 Stunden zurück, schneller als jede andere Frau vor ihr.
Jonas Colting benützt die klassische Ironman-Distanz gerade mal zum Aufwärmen. Bei der Ultraman World Championship in Hawaii legte er innerhalb von drei Tagen insgesamt 10 Kilometer (6,5 Meilen) schwimmend, 420 Kilometer (261 Meilen) am Rad und einen Doppelmarathon auf der Laufstrecke zurück. Am schlimmsten hat er die letzten 40 Radkilometer am 24. November in Erinnerung, in denen er einen Teil seines Vorsprungs herausfuhr: „Da erlebte ich jedes der Menscheit bekannte Müdigkeitssymptom von Hungerast bis zu Muskelkrämpfen.“
Von der Hitze und Luftfeuchtigkeit, die den Ultraman doppelt schwer machten, blieb Christian Schiester am 21. Dezember völlig verschont. -20 Grad und starke Schneestürme machten das 100 Kilometer lange Antarctic 100k Ultra Race aber auch für den siegreichen Schiester nicht gerade zum Spaziergang.