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Jungfraustafette 2008: Sicher durchs Aletschgebiet

Das Jungfraugebiet ist zumindest geografisch der Höhepunkt der Red Bull Jungfrau-Stafette. Wie die Strecken der Skifahrer und Gletscherläufer aussehen werden, weiss man erst am 4. Oktober, dem Tag der Veranstaltung. Für die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgt ein erfahrenes Bergführerteam.
Die Etappen im UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletschgebiet gehören sicherlich zum Eindrücklichsten, was die Red Bull Jungfrau-Stafette zu bieten hat – das Jungfraujoch ist auch ein ausgezeichneter Ort, um historische Flugzeuge, rasante Skifahrer und weit unten die Gletscherläufer zu beobachten. Im vergangenen Jahr kämpften sich diese durch eineinhalb Meter Neuschnee. Damit ist dieses Jahr nicht zu rechnen, da das Rennen nicht mehr im Frühling sondern im Herbst stattfindet. «Wir erwarten einen aperen Gletscher», sagt Bergführer und Streckenchef Fredl Abegglen, «aber natürlich ist alles möglich.»

Die Skifahrer starten dieses Jahr vor der Mönchsjochhütte rund 200 Höhenmeter über dem Jungfraujoch. Sie werden so weit zum Aletschgletscher hinunterfahren, wie Schnee liegt. Eine direkte Übergabe an die Gletscherläufer wird aller Voraussicht nach nicht möglich sein. Diese müssten ihnen so weit entgegenkommen, dass ihr Marsch zum nächsten Übergabeposten mehrere Stunden dauern würde. Erreicht der Mannschaftskollege auf den Skis das Ziel, wird zeitgleich der Gletscherläufer vor der Konkordiahütte ins Rennen geschickt.

16 Bergführer und ein Helikopter
Die Gletscherläufer erwartet ein hartes Stück Arbeit. Ist ihre Etappe tatsächlich aper, dann wird sie mit Fels- und Eisbrocken übersät sein. Diese werden sie umgehen oder übersteigen müssen. «Es wird links, rechts, hoch und runter gehen», verspricht Abegglen. Kein Wunder hält auch Rennchef Bernhard Brägger diesen Abschnitt für den härtesten der ganzen Strecke – und nicht etwa den Berglauf von der Plattä (2360 m.ü.M.) zur Bergstation der Eggishornbahn (2926 m.ü.M.).

So beweglich die Streckenführung, so kompromisslos wird das Sicherheitskonzept umgesetzt. Hochgebirgstaugliche Ausrüstung, Klettergurt und für die Gletscherläufer Schuhe mit Spikes sind Pflicht. 16 Bergführer werden die beiden Teilstücke auf Sicht überwachen. Vor der Konkordiahütte steht ein Helikopter für Notfälle bereit. Die Gletscherläufer werden am Tag vor dem Rennen ihre Strecke in umgekehrter Richtung mit einem Bergführerteam zurücklegen. «So sehen wir auch gleich, ob jemand nicht erfahren oder stark genug ist für diese Etappe», erklärt Abegglen. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er aus dem Rennen nehmen wird, wer ihm unsicher erscheint.

Das Gleiche gilt für die Durchführung der beiden Etappen im Aletschgebiet. «Ein Gewitter, heftiger Schneefall oder starker Nebel können Gründe sein, eine Strecke nicht frei zu geben», erklärt Abegglen und fügt hinzu: «Wir sind Profis. Wenn es zu gefährlich ist, sagen wir die Etappe ab. Damit haben wir kein Problem.»

Gegen 40 Equipen werden am 4. Oktober die 13 Etappen durch die Schweiz in Angriff nehmen. Die Anmeldefrist ist abgelaufen. In der nächsten Ausgabe informiert der Silberadler über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.





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