Die Red Bull Jungfrau-Stafette ist um eine spritzige Disziplin reicher: Zum ersten Mal übernehmen am 4. Oktober 2008 Kajakfahrer eine Etappe des Rennens durch die Schweiz.
Zu Lande zu Wasser und in der Luft dreht die Red Bull Jungfrau-Stafette ihre gut 500 Kilometer lange Runde durch die Schweiz. Zum ersten Mal ist das Wasser nicht mehr nur in seiner gefrorenen Form Unterlage des Rennens. Auf der Vispa rauschen Kanuten und Kajakfahrer mit den Bändern ihrer Equipe an Bord ein Stück Wallis hinunter.
Noch ist die Strecke der Red Bull Jungfrau-Stafette 2008 nicht in allen Details festgelegt. Für einzelne Disziplinenwechsel stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Sicher ist hingegen die Abfolge der Sportarten: Die Radfahrer machen den Anfang, übergeben an die Läufer, und schicken die historischen Flugzeuge auf ihren Husarenritt über die Alpen. Unweit des Jungfraujochs starten die Skifahrer, welche die Gletscherläufer lancieren. Danach sind die Bergläufer an der Reihe, die die Bänder an die Gleitschirmpiloten weiterreichen. Diese übergeben fliegend an die Downhill Biker, worauf die Motorradfahrer auf ihren Maschinen aus der Vorkriegszeit an der Reihe sind.
Wildes und weniger wildes Wasser
Ziel deren ebenfalls neuer Strecke über die Moosalp ist Stalden im Wallis. Dort – der genaue Übergabeort ist noch in Abklärung – warten die Kajakfahrer auf einer Holzrampe. Haben sie den Bändel an Bord, rutschen sie ins Wasser und paddeln die Vispa hinunter Richtung Visp. Die Strecke ist mit einem Schwierigkeitsgrad von 1 bis maximal 3 nicht extrem schwer, hält aber mit einem Wasserfall und einigen felsdurchsetzten Passagen ein paar knifflige Situationen bereit. Kondition wird auf den sieben Kilometern ebenso gefragt sein, wie Steuerkunst. «Schlüsselstellen sind die verblockte Stelle unter der Rittibrücke bei Stalden und der Wasserfall kurz vor Visp», erklärt Bernhard Brägger, Rennchef der Red Bull Jungfrau-Stafette und mit allen Wassern gewaschener Kanadierfahrer.
Wie schwierig die Schlüsselstellen sind, hängt vom Wasserstand ab. Das Kraftwerk Ackersand wird darum besorgt sein, dass er hoch genug ist. Dessen Verantwortliche haben zugesagt, falls nötig die Schleusen zu öffnen und es gehörig rauschen zu lassen.
In Visp manövrieren die Kapitäne ihr Boot auf eine Holzkonstruktion zu, wo der Beifahrer des Oldtimerpiloten darauf wartet, das Band in Empfang zu nehmen. Über Berg- und Talsträsschen im Val’Anniviers geht es auf den Flugplatz Sion. Dort setzen erneut die fliegenden Oldtimer die Stafette fort, bevor die Läufer zur Entscheidung um den Silberadler ansetzen.
Für Amateure und Profis
Rund 50 Equipen werden am 4. Oktober 2008 an der Startlinie der Red Bull Jungfrau-Stafette erwartet. Profis und Amateure der verschiedenen Disziplinen, aktuelle und ehemalige Grössen des Sports und weitere Prominente geben dem Rennen durch die Schweiz ein Gesicht. Noch bis am 30. Juni haben die Teams Zeit, sich zur Jagd nach dem Silberadler anzumelden.